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Für mich ist es das erste Mal, dass ich das Rennen um die Präsidentschaftswahlen in den USA mit dieser Konnotation wahrnehme. Was die Republikaner anzubieten haben, ist wenig spannend. Aber die 24 Kandidaten bei den Demokraten …

Die Beobachterperspektive hat seine Vorteile. Ich muss nicht wählen. Ich kann zuhören und lernen, was die wunden Punkte in diesem Land sind, dessen derzeitiger Präsident dem Land einen Stempel aufgedrückt hat, von dem man sich nicht hätte vorstellen können, dass so etwas jemals möglich wäre!

Nun, 24 Kandidaten … das klingt nach ein bisschen viel.
Es wird letztendlich nur einer machen. Und nach allem was mir so in den deutschen Mainstream-Medien vor die Augen gekommen ist, werden regelmässig nur 3 oder 4 ausgeleuchtet: Joe Biden, Kamala Harris, Elizabeth Warren. Die meisten der 24 werden marginalisiert, ignoriert, belächelt ob ihrer Chancenlosigkeit.

Marianne Williamson wird in der breiten amerikanischen Öffentlichkeit auch ignoriert.

ALLERDINGS … die Themen, die sie für diesen Wahlkampf für sich auserkoren hat und die sie sich wagt anzusprechen, sind alles andere als lächerlich. Und ich sollte nicht nur ihre Themen hier erwähnen, sondern auch die Art und Weise, wie sie sie anspricht.

Für viele mag diese Frau eine Unbekannte sein.
Aber für viele Andere wiederum nicht.

Von ihr stammt dieses Zitat “Unsere grösste Angst” aus dem Jahr 1992, welches übrigens häufig und fälschlicherweise Nelson Mandela zugeschrieben wurde.

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.

Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?

Aber wer bist Du, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.

Sich klein zu machen,
 nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns,

Er ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen,
 geben wir anderen unbewusst damit die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,

befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.

Es ist diese Frau, die sich jetzt aufgemacht hat, als Demokratin Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden.

Und ja, sie wird belächelt. Wie so viele andere auch.
Sie wird geschmäht. Wie so viele andere auch.
Sie wird verachtet. Wie so viele andere auch.

Aber sie ist unbeirrbar. Und unbeirrt spricht sie Themen an, die von anderen links liegen gelassen werden, aber so, so wichtig für die Gesellschaft sind!
Mit Eloquenz, mit Detailwissen, aber auch mit Tiefe und Warmherzigkeit, bahnt sie sich in Fragerunden und Interviews einen Weg in die Aufmerksamkeit der Menschen.

Gestern war sie in der Late Show bei Stephen Colbert zu Gast, und musste sich dort unter anderem Fragen zum Thema “Frieden” stellen lassen.

Ihre Antworten?
Provokant.
Mutig.
Klar wie ein Laserstrahl in sumpfigem Terrain.

 

“Wann war das letzte Mal, dass Sie einen Politiker über Frieden haben reden hören in den letzten 20 Jahren?” fragte sie den Moderator.

“Ich will ein Ministerium für Frieden.” Und in ihrer schnellen Art zu sprechen, dass man kaum mit Denken hinterher kommt, erklärt sie weiter: “Man kann nicht einfach nur Medizin einnehmen. Man muss sich seine Gesundheit auch kultivieren. – Krieg ist die Abwesenheit von Frieden. Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg.”

Das wäre natürlich mal ein Ansatz, den wir von Amerika noch nicht kennen. Die meisten von uns nicht.
Die meisten von uns sind mit dieser militärischen Übermacht Amerikas aufgewachsen. Wir kennen nur Amerika’s Arroganz, sein Anspruch Weltpolizist Nr. 1 zu sein.
Diese Nation vom Frieden reden zu hören, wäre etwas wirklich Neues.

 

Aber das war noch nicht einmal das Beeindruckendste an dem Auftritt von Marianne Williamson an diesem Abend. Was mich wirklich für einen Moment sprachlos gemacht hat, war die Antwort die sie parat hatte auf die Anmerkung des Moderators, dass sie im Grunde ja über keinerlei politische Erfahrung (wie Bernie Sanders z.B.) verfüge.

 

Und dann kam’s:

“Ich verstehe. Aber ich glaube, dass das einer der Fälle ist, wo man in Betrachtung ziehen muss, dass die vornehmlich sichere Wahl das Gefährlichste ist, was man tun könne.
Das Problem des Präsidenten ist nicht sein Mangel an politischer Erfahrung. Das Problem des Präsidenten ist sein Mangel an Ethik. Und auch sein Geschmack für Demokratie scheint eher schwach ausgeprägt zu sein.

Ich mag diese Ansicht nicht … diese Ansicht, dass ich nicht über genügend politische Erfahrung verfügen würde. Das ist fast so wie beim “Wizard of Oz”: die Annahme einer politischen Klasse und dass etwas hinter den Vorhängen vonstatten geht und diese Leute wüssten was sie tun auf eine Art und Weise, von dem der Rest von uns keine Ahnung hat.
Ich denke, wenn wir über politische Qualifikationen von heute reden, dann sollten wir unsere Ansprüche erweitern, wie diese Qualifikationen aussehen sollten. Politische Qualifikation sollte politische Visionen einschliessen. Es sollte moralische Sicherheit einschliessen. Es sollte auch die Fähigkeit einschliessen, grosse Gruppen von Menschen hin zu einem gemeinsamen Ziel bewegen zu können, zu einer Liebe für Demokratie, zu einer Liebe für die Welt, zu einer Liebe für den Planeten.

Vergessen wir nicht, eine Reihe von “sehr erfahrenen Politikern” haben uns in den Krieg in den Irak geführt.
Jeder, der behauptet, dass ICH ein Amateur sei in dem was SIE tun, erwidere ich “Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!””

„Jeder, der behauptet, dass ICH ein Amateur sei in dem was SIE tun, erwidere ich “Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!“

Punktlandung.

 

Hier ist das Video dazu:

 

Ihre Rhetorik, ihre Eloquenz, ihre Klarheit, ihre Prägnanz, ihre Kraft in diesem einen Satz:

 

“Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!”

 

… muss in den Zusammenhang gerückt werden zu dieser Erkenntnis, die sie mit uns allen bereits 1992 geteilt hat:

 

“Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.

Sich klein zu machen,
 nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.”

 

Das ist die Art von Anführer/in, die ich mir für unsere Zukunft und für die des Planeten wünschen.

Jemand, der den Mut hat, für den Dienst an der Allgemeinheit seine persönlichen Ängste zu überwinden.

Jemand, der unserer verschwurbelten Sprache der politischen Korrektheit eine Sprache der Klarheit und Eloquenz entgegensetzt.

Jemand, der in Zeiten zunehmender Komplexität keine Milchmädchenrechnungen aufmacht und billige Lösungen propagiert, sondern das Augenmerk auf Details und Verstrickungen lenkt und sich mit Weisheit und Integrität nach Lösungen zum Wohle Aller bemüht.

 

Jeder, in jedem Land, sollte für solch einen Typ von Anführer beten.

Aber die Amerikaner ganz besonders.

Für mich ist es das erste Mal, dass ich das Rennen um die Präsidentschaftswahlen in den USA mit dieser Konnotation wahrnehme. Was die Republikaner anzubieten haben, ist wenig spannend. Aber die 24 Kandidaten bei den Demokraten …

Die Beobachterperspektive hat seine Vorteile. Ich muss nicht wählen. Ich kann zuhören und lernen, was die wunden Punkte in diesem Land sind, dessen derzeitiger Präsident dem Land einen Stempel aufgedrückt hat, von dem man sich nicht hätte vorstellen können, dass so etwas jemals möglich wäre!

Nun, 24 Kandidaten … das klingt nach ein bisschen viel.
Es wird letztendlich nur einer machen. Und nach allem was mir so in den deutschen Mainstream-Medien vor die Augen gekommen ist, werden regelmässig nur 3 oder 4 ausgeleuchtet: Joe Biden, Kamala Harris, Elizabeth Warren. Die meisten der 24 werden marginalisiert, ignoriert, belächelt ob ihrer Chancenlosigkeit.

Marianne Williamson wird in der breiten amerikanischen Öffentlichkeit auch ignoriert.

ALLERDINGS … die Themen, die sie für diesen Wahlkampf für sich auserkoren hat und die sie sich wagt anzusprechen, sind alles andere als lächerlich. Und ich sollte nicht nur ihre Themen hier erwähnen, sondern auch die Art und Weise, wie sie sie anspricht.

Für viele mag diese Frau eine Unbekannte sein.
Aber für viele Andere wiederum nicht.

Von ihr stammt dieses Zitat “Unsere grösste Angst” aus dem Jahr 1992, welches übrigens häufig und fälschlicherweise Nelson Mandela zugeschrieben wurde.

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.

Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?

Aber wer bist Du, es nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.

Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.

Sich klein zu machen,
 nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns,

Er ist in jedem einzelnen.

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen,
 geben wir anderen unbewusst damit die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,

befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.

Es ist diese Frau, die sich jetzt aufgemacht hat, als Demokratin Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden.

Und ja, sie wird belächelt. Wie so viele andere auch.
Sie wird geschmäht. Wie so viele andere auch.
Sie wird verachtet. Wie so viele andere auch.

Aber sie ist unbeirrbar. Und unbeirrt spricht sie Themen an, die von anderen links liegen gelassen werden, aber so, so wichtig für die Gesellschaft sind!
Mit Eloquenz, mit Detailwissen, aber auch mit Tiefe und Warmherzigkeit, bahnt sie sich in Fragerunden und Interviews einen Weg in die Aufmerksamkeit der Menschen.

Gestern war sie in der Late Show bei Stephen Colbert zu Gast, und musste sich dort unter anderem Fragen zum Thema “Frieden” stellen lassen.

Ihre Antworten?
Provokant.
Mutig.
Klar wie ein Laserstrahl in sumpfigem Terrain.

 

“Wann war das letzte Mal, dass Sie einen Politiker über Frieden haben reden hören in den letzten 20 Jahren?” fragte sie den Moderator.

“Ich will ein Ministerium für Frieden.” Und in ihrer schnellen Art zu sprechen, dass man kaum mit Denken hinterher kommt, erklärt sie weiter: “Man kann nicht einfach nur Medizin einnehmen. Man muss sich seine Gesundheit auch kultivieren. – Krieg ist die Abwesenheit von Frieden. Frieden ist nicht die Abwesenheit von Krieg.”

Das wäre natürlich mal ein Ansatz, den wir von Amerika noch nicht kennen. Die meisten von uns nicht.
Die meisten von uns sind mit dieser militärischen Übermacht Amerikas aufgewachsen. Wir kennen nur Amerika’s Arroganz, sein Anspruch Weltpolizist Nr. 1 zu sein.
Diese Nation vom Frieden reden zu hören, wäre etwas wirklich Neues.

 

Aber das war noch nicht einmal das Beeindruckendste an dem Auftritt von Marianne Williamson an diesem Abend. Was mich wirklich für einen Moment sprachlos gemacht hat, war die Antwort die sie parat hatte auf die Anmerkung des Moderators, dass sie im Grunde ja über keinerlei politische Erfahrung (wie Bernie Sanders z.B.) verfüge.

 

Und dann kam’s:

“Ich verstehe. Aber ich glaube, dass das einer der Fälle ist, wo man in Betrachtung ziehen muss, dass die vornehmlich sichere Wahl das Gefährlichste ist, was man tun könne.
Das Problem des Präsidenten ist nicht sein Mangel an politischer Erfahrung. Das Problem des Präsidenten ist sein Mangel an Ethik. Und auch sein Geschmack für Demokratie scheint eher schwach ausgeprägt zu sein.

Ich mag diese Ansicht nicht … diese Ansicht, dass ich nicht über genügend politische Erfahrung verfügen würde. Das ist fast so wie beim “Wizard of Oz”: die Annahme einer politischen Klasse und dass etwas hinter den Vorhängen vonstatten geht und diese Leute wüssten was sie tun auf eine Art und Weise, von dem der Rest von uns keine Ahnung hat.
Ich denke, wenn wir über politische Qualifikationen von heute reden, dann sollten wir unsere Ansprüche erweitern, wie diese Qualifikationen aussehen sollten. Politische Qualifikation sollte politische Visionen einschliessen. Es sollte moralische Sicherheit einschliessen. Es sollte auch die Fähigkeit einschliessen, grosse Gruppen von Menschen hin zu einem gemeinsamen Ziel bewegen zu können, zu einer Liebe für Demokratie, zu einer Liebe für die Welt, zu einer Liebe für den Planeten.

Vergessen wir nicht, eine Reihe von “sehr erfahrenen Politikern” haben uns in den Krieg in den Irak geführt.
Jeder, der behauptet, dass ICH ein Amateur sei in dem was SIE tun, erwidere ich “Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!””

„Jeder, der behauptet, dass ICH ein Amateur sei in dem was SIE tun, erwidere ich “Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!“

Punktlandung.

 

Hier ist das Video dazu:

 

Ihre Rhetorik, ihre Eloquenz, ihre Klarheit, ihre Prägnanz, ihre Kraft in diesem einen Satz:

 

“Sorry, aber SIE sind ein Amateur in dem was ICH tun kann!”

 

… muss in den Zusammenhang gerückt werden zu dieser Erkenntnis, die sie mit uns allen bereits 1992 geteilt hat:

 

“Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst.

Sich klein zu machen,
 nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.”

 

Das ist die Art von Anführer/in, die ich mir für unsere Zukunft und für die des Planeten wünschen.

Jemand, der den Mut hat, für den Dienst an der Allgemeinheit seine persönlichen Ängste zu überwinden.

Jemand, der unserer verschwurbelten Sprache der politischen Korrektheit eine Sprache der Klarheit und Eloquenz entgegensetzt.

Jemand, der in Zeiten zunehmender Komplexität keine Milchmädchenrechnungen aufmacht und billige Lösungen propagiert, sondern das Augenmerk auf Details und Verstrickungen lenkt und sich mit Weisheit und Integrität nach Lösungen zum Wohle Aller bemüht.

 

Jeder, in jedem Land, sollte für solch einen Typ von Anführer beten.

Aber die Amerikaner ganz besonders.

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